Lesung mit Stephan Knösel

Stephan Knösel am Gymnasium Puchheim Stephan Knösel am Gymnasium Puchheim

Auf die richtigen Freunde kommt es an

Auf die richtigen Freunde kommt es an, lautete die Botschaft des Münchner Jugendbuch- und Dehbuchautors Stephan Knösel, der am Mittwoch, dem 13.7. zu Gast am Gymnasium Puchheim war. Knösel, der den Schülerinnen und Schülern aus seinem Jugendbuch „Echte Cowboys“ vorlas, schaffte es, die Zuhörer in seinen Bann zu ziehen. Im Mittelpunkt des Romans, der im Münchner Westen spielt, stehen die drei 16-jährigen Jugendlichen Cosmo, Tom und Nathalie. Alle drei stammen aus recht unterschiedlichen sozialen Millieus und nur der Zufall will es, dass sie sich begegnen. Cosmo befindet sich in einer Ausnahmesituation: Sein Vater ist verschwunden und nach einem Selbstmordversuch seiner Mutter wollen ihn die Bullen in ein Heim bringen. Auf seiner ziellosen Flucht vor dem Polizisten Berger trifft Cosmo auf Tom und Nathalie, die genauso allein sind wie er. Die drei verbringen einen Nachmittag am Starnberger See und Cosmo verliebt sich in Nathalie, kommt dabei aber Tom in die Quere, der schon lange ein Auge auf sie geworfen hat. Nach und nach erfährt Tom, in welch schwieriger Lage Cosmo steckt und hilft ihm, den Polizisten von seiner Spur abzulenken. Gemeinsam verstecken sie sich in einem einsam gelegenen Wochenendhaus auf dem Land. Während des Aufenthalts kommt zu einem heftigen Streit zwischen den beiden Jungen und Cosmos Leben droht endgültig aus den Fugen zu geraten.

„Wie geht es mit Cosmo weiter?“ wollten die Zehntklässler unbedingt von Stephan Knösel wissen. Dieser beantwortete diese Frage natürlich nicht, worauf sich am Ende der Lesung ein spannendes Gespräch zwischen dem Autor und den Schülerinnen und Schülern über die Mechanismen des Literaturmarktes entwickelte. Stephan Knösel berichtete nicht nur von seinem nicht immer geradlinigen Werdegang als Drehbuchautor, sondern gab auch einen Einblick in den Entstehungsprozess seines Romans, den er seinem Sohn gewidmet hat. Die Geburt seines Sohnes Quirin, so Knösel, habe ihn dazu veranlasst, sich noch einmal mit seiner eigenen Kindheit und Jugend auseinanderzusetzen. Alles, was für ihn damals eine wichtige Rolle gespielt hat, sei in den Roman eingeflossen. Der Umstand, die richtigen Freunde gehabt zu haben, habe dabei sein Leben entscheidend geprägt.

Anke Stemmer-Rathenberg

Interview mit Stephan Knösel

Interview: Anke Stemmer-Rathenberg, Juli 2011

Unter http://www.stephanknoesel.de findet sich ein Film des Autors zur Entstehung seines Romans, sowie ein Interview und Fotos zum Schauplatz.