Besuch aus der McLaren-Stadt

Empfang für Schüler und Lehrkräfte aus Woking
England im Puchheimer Rathaus: Stehend (von links): Kate Coleman, Lehrerin für Drama; Alwin Bergmann, Lehrer für Deutsch und Englisch am Gymnasium Puchheim; Susanne Wilson, Lehrerin für Deutsch und Italienisch; Georg von Kleinsorgen, 3. Bürgermeister; Ingeborg Westphal, Deutschlehrerin in Woking.

Den Besuch aus England hieß 3. Bürgermeister Georg von Kleinsorgen bei einem Empfang im Puchheimer Rathaussaal herzlich willkommen. Im Rahmen eines Austauschprojekts mit dem Gymnasium Puchheim hielten sich 29 Schülerinnen und Schüler sowie drei Lehrerinnen aus Woking vom 12. bis 18. Oktober in Puchheim auf. Kurzweilig informierte von Kleinsorgen die Gäste über alles Wissens- und Sehenswerte in Puchheim.

Seit mehr als zwanzig Jahren besteht nun die Verbindung zwischen dem Gymnasium Puchheim und der St. John the Baptist School in der englischen Stadt Woking. Die Nachfrage der deutschen Schüler nach dem Austausch ist nach wie vor groß, die der englischen Schüler seit jüngster Zeit wieder steigend. Letztes Jahr gab es einen Deutschlehrerwechsel in Woking und mit Susanne Wilson kam frischer Wind in das Austauschprojekt. So machten sich in diesem Schuljahr 29 englische Schüler und Schülerinnen auf den Weg nach Puchheim.

Auf dem Programm stand für die englische Gruppe eine Fahrradtour durch München und ein Besuch in Salzburg, an dem auch die deutschen Partner teilnehmen durften. An den anderen Tagen besuchten sie den Unterricht am Gymnasium Puchheim und wurden von den deutschen Kollegen herzlich integriert. Waren die englischen Schüler anfänglich nicht ganz frei von Heimweh, so floss doch die eine oder andere Träne, als es hieß, Abschied zu nehmen. Aber schon am 12. November fand der Gegenbesuch in Woking statt. Die Gymnasiasten aus Puchheim besichtigten dann das Schloss Windsor und als Highlight stand ein Besuch bei McLaren – die Autofirma hat ihren Hauptsitz in Woking – auf dem Programm. Es kamen dabei nicht nur der männliche Teil der Gruppe auf seine Kosten, auch die Mädchen waren von dem Besuch in diesem hoch modernen Betrieb begeistert.

Ein weiterer besonderer Punkt war der Empfang im Rathaus von Woking durch den Bürgermeister. Diese Stunde war lebendiger Sozialkundeunterricht: Die Schüler mussten sich nach den Anweisungen des Zeremonienmeisters im Sitzungssaal erheben und den Mayor begrüßen, der dann vor ihren Augen sein traditionelles Gewand in seine Insignien der Würde und Macht erhielt. Hier wurde der Unterschiede des englischen und deutschen Systems deutlich erkennbar. So erweiterte der Aufenthalt die Kenntnisse der Schüler nicht nur im Englischen, sondern auch in den Bereichen Sozialkunde, Geschichte und Wirtschaft.

Für das Schuljahr 2006/2007 haben die Planungen schon begonnen und wahrscheinlich werden wir im November nach Woking fahren. Zu danken ist der Schulleitung für die Unterstützung des Projektes und denjenigen Kollegen, die bei dem Austausch keine Hindernisse in den Weg gelegt haben.

Alwin Bergmann