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Plakat zur Ankündigung des Sommerkonzerts

Denkt man an Latein, kommen einem schnell Asterix und Obelix in den Sinn. Statt dieser beiden begegneten uns in den ersten Lernjahren jedoch eher Rufus und Scintilla, in diesem Schuljahr der magister amoris und Kaiser Nero, der ein Kind gebären wollte (sic!). Dies sollte sich am 07.07.2026 ändern, denn an diesem Tag brachen die Lateingruppen der 10. Klassen gemeinsam mit ihren Lehrkräften Frau Opower-Lex und Frau Kraatz nach Rosenheim auf, um den Spuren der Römer zu folgen. 

Nach einer erstaunlich pünktlichen Ankunft – wenn auch ohne Sitzplätze im Regionalzug – wurden wir von unseren Ausstellungsführerinnen herzlich begrüßt und mit Audio-Guides ausgestattet. So konnten wir nicht nur einzelne Ausstellungsstücke betrachten, sondern auch Hintergründe und spannende Fakten dazu erfahren. 

Im ersten Raum empfing uns ein rotierender, in der Dunkelheit angestrahlter Augustus. Zu unserem Erstaunen erfuhren wir, dass das Fehlen des Schuhwerks ein besonderes Merkmal ist: Es zeigt nämlich, dass die Statue erst nach dem Tod des Dargestellten entstanden ist. 

Ein weiteres Highlight waren die originalen Kleidungsstücke des Obelix-Darstellers aus der Verfilmung der Kultcomics. 

Neben Amphoren und antiken Münzen, die den Kaisern als Propagandainstrument dienten, hatten Junge und Junggebliebene die Möglichkeit, ihr Wissen an interaktiven Stationen spielerisch zu vertiefen. So konnte man sich Togen anlegen, Wachstafeln beschriften und sogar Wagenrennen bestreiten. Zudem stellte die fiktive Römerstadt LOCDVNVM, aufgebaut aus über einer halben Million Legosteinen, einen echten Hingucker dar. Sie war von der antiken Stadt Trier inspiriert und ermöglichte es den Besucherinnen und Besuchern, selbst aktiv zu werden. 

Mit dem Niedergang des Römischen Reiches neigte sich auch die Führung ihrem Ende zu. Nachdem wir viel Neues erfahren und Bekanntes aufgefrischt hatten, bot sich im Museumsshop die Gelegenheit, ein kleines Stück Rom zu erwerben. Die gut kuratierte Auswahl reichte von Stoffhelmen über „typisch römische Flöten“ (die auch prompt gekauft und zum Leidwesen aller Anwesenden ausprobiert wurden) bis hin zu 400 Euro teuren Schilden und Schwertern (die großzügig anderen überlassen wurden). 

Die Ausstellung ist noch bis Ende Juli 2027 geöffnet. Unsere Empfehlung: ausreichend Zeit für die Erprobung der einzelnen Stationen einplanen, denn selbst bei einer 90-minütigen Führung bleibt nicht genug Gelegenheit, alle Exponate in Ruhe zu betrachten. 

Die Klassen 10be und 10d mit ihren magistrae

 

Bidlnachweise:

©Stadttipps Rosenheim (Lego)

©Axel Jusseit (Augustus)