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Exkursion der Klasse 6d ins Stadtmuseum FFB

Die Römer im Landkreis FFB: dazu wollte die Klasse 6d am 13. Februar 2026 während einer Exkursion ins Stadtmuseum Fürstenfeldbruck mehr herausfinden. Wie es den Schülerinnen und Schüler gefallen hat, zeigt das folgende Gruppeninterview.

Wie war eure Exkursion?

„Ich fand die Exkursion sehr spannend. Es hat sich angefühlt wie eine Zeitreise.“
„Ja, es war interessant und außerdem lustig. Man hat viel herausgefunden, was sie früher anders gemacht haben und woher manches kommt.“ „Und wir durften Sachen ausprobieren.“

Was war dir neu oder hat dich besonders interessiert

„Ich wusste gar nicht, dass Römer auch in Fürstenfeldbruck gewohnt haben.“
„Ich fand interessant, wie die Römer ihre Häuser und Brücken gebaut haben und dass sie die ersten waren, die ihre Häuser weiß angestrichen haben. Dazu haben sie Kalksteinsteinpulver verwendet.“

Gab es etwas besonders Spannendes oder Lustiges während der Führung?

„In der Führung gingen einmal verschiedene Gewürze rum mit intensiven Gerüchen. Es war lustig zu sehen, wie jeder nach dem Riechen das Gesicht verzogen hat.“
„Ja, die haben ganz schon komisch gerochen.“

Hat es sich eigentlich nach einer weiten Reise in die Vergangenheit angefühlt?

„Es hat sich schon nach einer weiten Reise angefühlt. Aber die Römer haben uns viele Sachen dagelassen. Die Schrift, die wir heute benutzen, ist ja die römische. Also finde ich, dass wir den Römern da ähneln.“

Und zum Schluss gab es noch einen Workshop?

„Ja, der hat mir am besten gefallen. Wir haben eine römische Rundmühle gebastelt, das ist so ein ähnliches Spiel wie das heutige Mühle. Man hat eine Kreisvorlage bekommen, die musste man dann auf das Leder aufzeichnen und ausschneiden. Danach musste man das typische Mühe-Muster auf das Leder malen, nach einem Schnittmuster kleine Löcher in den Rand schneiden und eine Schnur durchfädeln. So hat man Spielfeld und Beutel zum Transportieren in einem.“
„Und zum Schluss bekam jeder sechs Bohnen in zwei verschiedenen Farben als Spielsteine.“

Was hat euch am besten gefallen?

„Mir hat am besten gefallen, dass wir in die Wachstafeln was einritzen durften.“
„Und mir der Workshop, weil man da etwas Römischen machen konnte.“

Die drei Bilder zeigen: wie eine Rundmühle gebastelt wird und gleich mit Bohnen gespielt wird, außerdem Gegenstände aus einer römischen Villa im Landkreis FFB.

Landeswettbewerb Alte Sprachen 2026

Am 30. Januar findet der diesjährige Landeswettbewerb Alte Sprachen im Fach Latein statt. Wir freuen uns sehr, dass unsere Schule in diesem Jahr zahlreich vertreten ist, und wünschen unseren Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Q12 viel Erfolg und Freude bei der Bearbeitung der Aufgaben.
Der Wettbewerb richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Oberstufe, die Latein als Fach oder im Rahmen eines Seminars belegt haben. Er bietet die Möglichkeit, sich übersetzend, analysierend und kreativ mit lateinischen Texten auseinanderzusetzen und dabei die sprachlichen und kulturellen Grundlagen Europas zu vertiefen. Texte aus Bereichen wie Philosophie, Dichtung, Rhetorik, Politik und Recht führen an zentrale Traditionen der europäischen Geistesgeschichte heran und eröffnen dabei neue Perspektiven auf unsere Gegenwart.
Der mehrstufige Aufbau des Wettbewerbs fordert unterschiedliche Kompetenzen: In der ersten Runde steht eine zentrale Übersetzungsaufgabe mit weiterführenden Fragestellungen im Mittelpunkt. Die erfolgreichsten Teilnehmenden qualifizieren sich für eine zweite Klausur, in der ein lateinischer Text interpretierend und kreativ erschlossen wird. Die besten Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden schließlich zu einem Kolloquium eingeladen, das in Zusammenarbeit mit Vertretern der Universitäten und des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus durchgeführt wird.
Mitmachen lohnt sich: Neben Urkunden und Sachpreisen besteht für besonders erfolgreiche Teilnehmende die Chance auf ein Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes.

Hier geht es zur Seite des Fachs Latein…

80 Jahre Frieden in Europa – ein Auftrag und eine Mahnung für uns

Anlässlich von 80 Jahren Frieden in Europa beteiligte sich unsere Schule auf Initiative der Stadt Puchheim an einer Gedenkaktion, in deren Rahmen 80 Kerzenständer gestaltet wurden. Auch das Fach Latein trug dazu bei, sodass Schülerinnen und Schüler unseres Lateinkurses (eA) zwei dieser Kerzenständer verzierten. Als klassisches Fach ist es uns besonders wichtig, durch die Vermittlung humanistischer Werte einen Beitrag zum Frieden zu leisten. Dies beginnt bei jedem Einzelnen – insbesondere in der Begegnung mit Schriften, die zum Frieden mahnen:

Welche verderblichen Einflüsse der Krieg hat, zeigt sich schon zu Beginn der europäischen Literatur in Homers Ilias und der Odyssee. Wo dort noch die Gottheit schlussendlich friedensstiftend eingreift, sind wir heute selbst dazu aufgerufen, durch unser eigenes Handeln das friedliche Miteinander zu fördern – nicht zuletzt, indem wir das Wesen des Menschen analysieren und zu verstehen suchen.

So erinnert der römische Philosoph Seneca daran, dass dem Frieden zwischen Staaten der Friede im eigenen Seelenleben vorausgehen muss. Der menschlichen Natur eigen sei nicht nur die Friedfertigkeit, sondern auch die Erkenntnis, dass der Mensch zum gegenseitigen Wohlwollen geschaffen ist. Wer Krieg führe, so Seneca, habe sich von seiner eigenen Natur entfernt.

Knapp 1500 Jahre nach Seneca betritt einer der großen Europäer die Bühne: Erasmus von Rotterdam, dessen Name heute noch im Erasmus-Programm nachklingt, das die Zusammenarbeit von Schülern und Studierenden europäischer Länder fördert. Gemeinsames Arbeiten an Bildung ist demzufolge Friedenssicherung.

In einem seiner berühmtesten Werke lässt Erasmus die Friedensgöttin auftreten, die darüber klagt, dass die Menschen ihr kein Gehör schenken. Sie mahnt, dass man selbst an Bäumen und Pflanzen Freundschaft erkennen könne. Die Friedensgöttin zu verjagen und ihre Gaben zu verschmähen, um stattdessen einen Ozean an Übeln auf sich zu laden, sei eines Menschen schlechterdings nicht würdig.

Frieden ist damit etwas, das wir uns Tag für Tag neu erringen müssen. Das Studium lateinischer Schriften ist hierbei eine reichhaltige Quelle, aus der wir schöpfen können.

Andreas Weihe

Mit Witz und Wissen ins alte Rom – Ein besonderer Start ins Schuljahr 2025/26

Das Schuljahr 25/26 startete für die fünften Klassen sowie für die Lateinlernenden der Klassen 6 mit 13 einmal anders: Der Kabarettist und Bühnenlateiner Björn Puscha, bekannt aus dem „Vereinsheim Schwabing“, war mit seinem Programm „Schlechte Karten für Jupiter“ bei uns zu Gast und nahm die Schülerinnen und Schüler in zwei Vorstellungen mit auf eine ungewöhnliche Reise in die Welt der Antike.

Ausgangspunkt der Szenen war eine Schafkopfrunde im Olymp, bei der Jupiter, Cäsar und Jesus aufeinandertreffen. Von dort aus entfaltete Puscha eine Zeitreise ins alte Rom, die sowohl historische Ereignisse als auch Alltagsaspekte beleuchtete. So schilderte er die Ermordung Cäsars am 15. März 44 v. Chr., ließ ein Wagenrennen im Circus Maximus lebendig werden und erläuterte Unterschiede zwischen dem Leben wohlhabender Römer mit Fußbodenheizung und dem Alltag ärmerer Bevölkerungsschichten.

Immer wieder verband er Fakten mit humorvollen Einschüben. So hieß es etwa über Cäsars Schicksal: „Der arme Kerl war ganz zerlöchert.“ Auch die Frage nach römischen Schimpfwörtern (die mundartliche „gspinnerte Amsel“ begegnete uns als „merula delirans“) oder dem Fehlen von Trennwänden in Latrinen nutzte er, um einen anschaulichen Eindruck vom damaligen Leben zu vermitteln.

Die Mischung aus fundiertem Wissen, Sprachwitz und bayerischem Charme sorgte nicht nur für Lacher, sondern auch für zahlreiche „Aha“-Momente, an welche die studentes linguae latinae hoffentlich noch gern zurückdenken werden.