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English Theatre Group proudly presents Fool’s Gold by David Calcutt (adapted)

Prospero had a dream – at last he’s going to discover how to turn ordinary metal into pure gold. So, when a pair of tramps (= Landstreicher) turn up at his door, telling him they have a rare stone that will give him this power, he jumps at the chance to buy it. He’s going to be rich! But surely, it’s not as simple as that. Travel back in time with us to find out…

The English Theatre Group has become a valued part of school life over the past few years. The group includes students from grades 5, 6, and 7 who love performing. Our next play will take place on May 4th and 5th at 7:30 p.m. in the school auditorium.

Admission is free – everyone is welcome!

Intercambio con Sevilla 2026 (Erasmus+)

Ab in die Ferien

Viernes, 20 de Marzo

Am Freitag, den 20.03., begann unsere Reise bereits früh am Morgen: Um 6:15 Uhr trafen wir uns am Flughafen und flogen pünktlich um 8:00 Uhr los, sodass wir gegen 11:00 Uhr in Sevilla ankamen.

Direkt im Anschluss wurden wir zur Partnerschule gebracht, wo wir unsere Austauschpartnerinnen und -partner wiedersahen und erste Einblicke in ihren Schulalltag erhielten. Dabei teilten die Lehrer uns in gemischte Gruppen ein und wir unterhielten uns über sprachliche und kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Anschließend gingen wir in großer Runde gemeinsam Mittag essen und probierten typisch andalusische Gerichte. Den Nachmittag verbrachten wir zusammen beim Bowling, bevor wir dann am Abend unsere Gastfamilien begrüßen konnten. Insgesamt war es ein gelungener und erlebnisreicher erster Tag unseres Austauschs.

Selina Rotter, 11d

Sábado, 21 de Marzo

Der zweite Tag und gleichzeitig erste des Wochenendes, startete für die meisten Deutschen mit einem späten ersten Frühstück in den Gastfamilien. Danach verbrachte der ein oder andere den Vormittag innerhalb der Familie, während der Rest als Gruppe ein Einkaufszentrum besuchte. Gegen 17 Uhr trafen wir uns dann in einer größeren Gruppe wieder und besuchten gemeinsam den Trampolinpark Crazy Zone. Der Tag wurde mit einem lustigen Pizzaabend bei einem der Spanier abgerundet.

Stela Xhepa, 11d

Domingo, 22 de Marzo

Am Sonntag, dem dritten Tag unseres Aufenthaltes, ging es am späten Vormittag für die meisten von uns in das Zentrum von Sevilla um erstmals die Stadt näher kennenzulernen. Mit einem Spaziergang am Fluss entlang konnten wir schon einige Sehenswürdigkeiten aus der Ferne betrachten, wobei der ein oder andere bereits ein Souvenir an einem der Stände kaufte. Wir setzten unseren Weg fort, wobei wir schnell ein typisches Restaurant mit vielen verschiedenen Tapas anstrebten und uns diese anschließend schmecken ließen. Danach gingen wir weiter und konnten einen Blick in typisch geschmückte Hauseingänge und sogenannte „Patios“ werfen, außerdem besuchten wir die älteste Eisdiele Sevillas und konnten uns zwischen so vielen Sorten kaum entscheiden. Nach einem letzten Abstecher zur „Plaza España“ traten wir die Heimreise an, wobei wir noch einen Umweg zu einem Park machten, um die letzten Sonnenstrahlen des Tages auf unserer Haut zu genießen. Am Abend verabschiedeten wir uns mit reichlich gesammelten Schritten voneinander und verbrachten den Rest des Tages getrennt in unseren Gastfamilien.

Zoe Albertshofer, 11d

Lunes, 23 de Marzo

Am Montag trafen wir uns morgens in der Schule, bevor wir dann mit der Metro zum Plaza del Triunfo fuhren. Dort hatten wir zunächst etwas Zeit, uns selbstständig umzuschauen. Anschließend begann unsere Führung durch den historisch bedeutenden Alcázar, wo uns auf Spanisch viele interessante Fakten über die Architektur und Nutzung des Palastes erzählt wurden. Direkt danach ging es weiter zur Kathedrale von Sevilla, die uns sehr beeindruckte. Anschließend gingen wir die 34 Stockwerke des Glockenturmes Giralda hinauf und genossen von dort die schöne Aussicht über die Stadt. Anschließend konnten wir den restlichen Nachmittag noch mit unseren Austauschschülern in der Innenstadt verbringen. Dabei besichtigten wir einige Kirchen in denen bereits die schön geschmückten Wagen für den Umzug während der Semana Santa vorbereitet waren. Nach einem Abstecher zu einem Souvenirladen beendeten wir dann den ereignisreichen Tag am Canal de Alfonso XII.

Valentina Schuster, 11d

Martes, 24 de Marzo

Heute startete unser Tag mit unserer Projektarbeit, die wir anschließend auch präsentiert haben. Danach haben wir gemeinsam typische spanische sowie deutsche Spiele draußen gespielt, was sehr viel Spaß gemacht hat. Danach gab es ein Buffet, bei dem die spanischen Schüler typische Spezialitäten mitgebracht haben. So konnten wir viele neue Sachen probieren, was echt interessant war. Später sind wir alle noch in eine Mall gegangen und haben uns umgeschaut. Am Ende sind wir alle nach Hause gefahren und haben Zeit mit der Familie verbracht. Insgesamt war der Tag sehr lustig und wir hatten alle viel Spaß.

Sara Motorga, 11b

Miércoles, 25 de Marzo

Heute begann unser Tag mit einem leckeren Frühstück in der Schule. Es gab verschiedene Arten von Churros und Schokolade dazu. Nachdem alle gegessen hatten, fuhren wir mit der Metro in die Innenstadt, aber mussten jedoch aufgrund einer Störung frühzeitig aussteigen und den Rest der Strecke in die Innenstadt laufen. Schließlich besuchten wir ein großes, modernes Monument, die “Setas” (= Pilze), von welchen man einen guten Ausblick über ganz Sevilla bekommen konnte. Zusätzlich schauten wir einen kurzen Film über die Stadt und ihre Kultur an. Nach einer kurzen Pause ging es dann weiter zum Plaza de España wo wir in gemischten Kleingruppen eine Schnitzeljagd auf Spanisch und Englisch über den schönen Park absolvierten. Leider wurden wir nicht ganz fertig, trotzdem endeten wir mit 21000 Schritten. Den Nachmittag ließen wir später bei einer spanischen Austauschschülerin mit Tortilla und Croquetas ausklingen. Auch wenn der Tag sehr anstrengend war, konnten wir doch viele schöne neue Eindrücke sammeln.

Ida Reiner, 11b

Jueves, 26 de Marzo

Am Donnerstag trafen wir uns an der Schule, um dann von dort aus mit dem Bus nach Cádiz zu fahren. Wir erreichten die am Meer gelegene Stadt ungefähr um 10 Uhr morgens und erhielten erste Eindrücke, indem unsere Austauschpartner uns zu den wichtigsten Orten führten. Zuerst besichtigten wir die Ruinen und das dazugehörige Museum des römischen Theaters von Cádiz. Anschließend besuchten wir die beeindruckende Kathedrale und verschiedene Kirchen, in denen schon die Wagen für die Umzüge in der Semana Santa ausgestellt waren. Auf unserem Weg zum Museum: „Museo de las Cortes de Cádiz“ konnten wir auch das Theater „Gran teatro falla“ von außen betrachten. Nachdem wir die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt kannten, hatten wir noch etwas Freizeit, in der wir uns mit unseren Austauschschülern auf den Weg zum Strand machten. Dort konnten wir mit Picknick und Beach Volleyball das gute Wetter am Meer genießen. Am späten Nachmittag ging es dann mit dem Bus wieder zurück nach Sevilla. Unseren letzten Abend verbrachten wir alle gemeinsam bei einer Spanierin im Garten

Katharina Gorniak, 11d

Viernes, 27 de Marzo

Nach einer Woche voller Erlebnisse nahmen wir heute bereits in der Früh Abschied von unseren Gastfamilien und wurden zum Flughafen gebracht. Mit vielen schönen Erinnerungen im Gepäck kamen wir nach einem reibungslosen Flug in München an. Es war wieder eine sehr besondere Reise, bei der wir dank der großzügigen Finanzierung von ErasmusPlus, viele positive persönliche Erfahrungen für uns mitnehmen konnten.

Danilo Bormann, 11d

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Schüleraustausch Questembert 2025/26

Am Donnerstag, den 19.03.2026 ging es mit dem Zug früh los: Von Puchheim über Stuttgart, Paris und Vannes nach Questembert im Herzen der Bretagne. Am Bahnhof erwarteten uns dort schon unsere Austauschpartnerinnen und -partner und Madame Le Berre. Schon bei der Ankunft fiel uns die herzliche und offene Art auf, mit der wir empfangen wurden. Anschließend sind wir direkt „nach Hause“ gefahren und haben den ersten Abend mit unseren Gastfamilien verbracht – für viele ein spannender erster Einblick in den französischen Alltag.

Am Freitag sind wir vom Lycée aus nach Nantes gefahren. Dort wurden wir durch die schöne Stadt geführt und haben viel Neues gelernt. Nach der Mittagspause sind wir noch zu den Machines de l’Île gelaufen, wo wir beeindruckende, technische Kunstwerke bestaunt haben. Besonders schön war am Abend die gemeinsame Zeit am Lycée: Es gab hausgemachte Galettes & Crêpes, und wir haben unter Anleitung einer unserer Austauschpartnerinnen den traditionellen bretonischen Tanz ausprobiert. Dabei wurde deutlich, wie wichtig Gemeinschaft und Tradition hier sind.

Am Wochenende haben wir zusammen mit den Gastfamilien die Umgebung erkunden dürfen. Viele haben einen Strandausflug gemacht, Städte und Sehenswürdigkeiten besichtigt und die Landschaft genossen. Oft haben wir uns auch in größeren Gruppen zusammengeschlossen und gemeinsame Aktivitäten wie Bowling oder Kartfahren unternommen. Dabei konnten wir die Austauschpartnerinnen und -partner auch außerhalb der Schule besser kennenlernen.

Am Montag waren wir morgens teils im Unterricht und teils im CDI. Hier fiel uns besonders auf, wie lang die Schultage in Frankreich sind. Trotzdem waren unsere Austauschpartnerinnen und -partner auch am Abend noch motiviert und aktiv, gingen ihren Hobbys nach und trafen sich mit Freundinnen und Freunden – etwas, das uns durchaus überrascht hat. Danach sind wir nach Port Louis gefahren und haben dort die Citadelle besichtigt sowie einiges über die französische Wasserwacht gelernt. Da wir anschließend noch Zeit hatten, haben wir auch noch einen kleinen Abstecher nach Auray gemacht. Das ist eine kleine, schön gelegene Stadt, die nicht nur optisch, sondern auch kulinarisch dem Charme der Bretagne entspricht.

Bevor wir nach Quiberon gefahren sind, um unser Können beim Strandsegeln, dem Char à voile, zu testen, haben wir in der Schule gemeinsam mit unseren Austauschpartnerinnen und -partnern an einem Podcast im Rahmen des ERASMUS+ Projekts zum Thema „Leben am Meer – Umwelt zwischen Tourismus, Klimawandel und Tradition“ gearbeitet, wobei wir auf viele spannende Unterschiede im Vergleich zu München und Umgebung gestoßen sind. Das war sehr lustig und hat uns allen viel Spaß gemacht. Am Nachmittag durften wir noch einiges über die Geschichte der Steinreihen von Ménec in Carnac erfahren.

Gerade beim Char à voile wurden neue Talente entdeckt und wir hatten alle viel zu lachen.

Den Mittwochvormittag haben wir im Sport- und Englischunterricht verbracht, um ein wenig das französische Schulsystem kennenzulernen. Dabei fiel uns auch auf, dass viele französische Schülerinnen und Schüler eher unsicher im Umgang mit Fremdsprachen sind. Für uns war das gleichzeitig eine gute Gelegenheit, unser eigenes Französisch im Alltag anzuwenden und zu verbessern. Der Nachmittag stand zur freien Verfügung, da unsere Austauschpartnerinnen und -partner – wie jeden Mittwoch – keinen Unterricht hatten.

Am letzten Tag waren wir noch in Locmariaquer und durften dort beim Landart-Workshop auf besondere Art und Weise die bretonische Natur erkunden und unserer Kreativität freien Lauf lassen. Dabei haben wir gelernt, Steine auf ihrer spitzen Seite zu balancieren sowie Kunstwerke aus Materialien, die wir zuvor gesammelt hatten, in die Natur zu integrieren.

Ein besonders prägender Eindruck waren auch die Essgewohnheiten: In Frankreich wird oft später zu Abend gegessen als in Deutschland, und es gibt meist mehrere feste Mahlzeiten am Tag, darunter auch den „Goûter“ am Nachmittag. Diese Struktur hat unseren Alltag während des Austauschs stark geprägt und war für viele von uns zunächst ungewohnt.

Besonders schön waren das fast durchgängig gute Wetter, welches eigentlich eher untypisch für die Bretagne ist, sowie die große Gastfreundschaft der Familien, bei denen wir uns schnell willkommen fühlten.

Leider ging es am Freitagmorgen auch schon wieder nach Hause und wir mussten uns von unseren Austauschpartnerinnen und -partnern verabschieden. Nach einem langen Reisetag und einem kurzen Abstecher nach Paris sind wir abends mit vielen neuen Eindrücken, wertvollen Erfahrungen und neuen Freundschaften nach Puchheim zurückgekehrt.

Ein besonderer Dank gilt unseren beiden Lehrerinnen Frau Calabrò und Frau Gommeringer, die sich stets um einen besonders reibungslosen und für uns sehr angenehmen Aufenthalt bemüht haben.

Exkursion der Klasse 6d ins Stadtmuseum FFB

Die Römer im Landkreis FFB: dazu wollte die Klasse 6d am 13. Februar 2026 während einer Exkursion ins Stadtmuseum Fürstenfeldbruck mehr herausfinden. Wie es den Schülerinnen und Schüler gefallen hat, zeigt das folgende Gruppeninterview.

Wie war eure Exkursion?

„Ich fand die Exkursion sehr spannend. Es hat sich angefühlt wie eine Zeitreise.“
„Ja, es war interessant und außerdem lustig. Man hat viel herausgefunden, was sie früher anders gemacht haben und woher manches kommt.“ „Und wir durften Sachen ausprobieren.“

Was war dir neu oder hat dich besonders interessiert

„Ich wusste gar nicht, dass Römer auch in Fürstenfeldbruck gewohnt haben.“
„Ich fand interessant, wie die Römer ihre Häuser und Brücken gebaut haben und dass sie die ersten waren, die ihre Häuser weiß angestrichen haben. Dazu haben sie Kalksteinsteinpulver verwendet.“

Gab es etwas besonders Spannendes oder Lustiges während der Führung?

„In der Führung gingen einmal verschiedene Gewürze rum mit intensiven Gerüchen. Es war lustig zu sehen, wie jeder nach dem Riechen das Gesicht verzogen hat.“
„Ja, die haben ganz schon komisch gerochen.“

Hat es sich eigentlich nach einer weiten Reise in die Vergangenheit angefühlt?

„Es hat sich schon nach einer weiten Reise angefühlt. Aber die Römer haben uns viele Sachen dagelassen. Die Schrift, die wir heute benutzen, ist ja die römische. Also finde ich, dass wir den Römern da ähneln.“

Und zum Schluss gab es noch einen Workshop?

„Ja, der hat mir am besten gefallen. Wir haben eine römische Rundmühle gebastelt, das ist so ein ähnliches Spiel wie das heutige Mühle. Man hat eine Kreisvorlage bekommen, die musste man dann auf das Leder aufzeichnen und ausschneiden. Danach musste man das typische Mühe-Muster auf das Leder malen, nach einem Schnittmuster kleine Löcher in den Rand schneiden und eine Schnur durchfädeln. So hat man Spielfeld und Beutel zum Transportieren in einem.“
„Und zum Schluss bekam jeder sechs Bohnen in zwei verschiedenen Farben als Spielsteine.“

Was hat euch am besten gefallen?

„Mir hat am besten gefallen, dass wir in die Wachstafeln was einritzen durften.“
„Und mir der Workshop, weil man da etwas Römischen machen konnte.“

Die drei Bilder zeigen: wie eine Rundmühle gebastelt wird und gleich mit Bohnen gespielt wird, außerdem Gegenstände aus einer römischen Villa im Landkreis FFB.

Deutsch-französischer Tag 2026 – Vive l’amitié franco-allemande!

Der deutsch-französische Tag erinnert an den historischen Freundschaftsvertrag zwischen Deutschland und Frankreich, der am 22. Januar 1963 von Bundeskanzler Konrad Adenauer und dem französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle unterzeichnet wurde und den Grundstein für die enge Zusammenarbeit beider Länder legte.

An unserer Schule wird dieser besondere Tag genutzt, um den kulturellen Austausch mit dem französischen Nachbarland erlebbar zu machen. In der Aula präsentieren Stellwände Projekte aus der 9. Jahrgangsstufe, in der die deutsch-französische Freundschaft einen thematischen Schwerpunkt bildet, sowie Arbeiten aus der Profil- und Leistungsstufe, die im Rahmen von Präsentationen französische Individuen vorstellen. Die Ergebnisse dieser Projekte informieren anschaulich über Frankreich und seine Kultur. Zudem lud das Infoboard mit kleinen Quiz- und Rätselangeboten zum Mitmachen ein. Abgerundet wird das Programm durch französische Musik aus den Lautsprechern während der beiden Pausen, um für die deutsch-französische Freundschaft zu begeistern.

80 Jahre Frieden in Europa – ein Auftrag und eine Mahnung für uns

Anlässlich von 80 Jahren Frieden in Europa beteiligte sich unsere Schule auf Initiative der Stadt Puchheim an einer Gedenkaktion, in deren Rahmen 80 Kerzenständer gestaltet wurden. Auch das Fach Latein trug dazu bei, sodass Schülerinnen und Schüler unseres Lateinkurses (eA) zwei dieser Kerzenständer verzierten. Als klassisches Fach ist es uns besonders wichtig, durch die Vermittlung humanistischer Werte einen Beitrag zum Frieden zu leisten. Dies beginnt bei jedem Einzelnen – insbesondere in der Begegnung mit Schriften, die zum Frieden mahnen:

Welche verderblichen Einflüsse der Krieg hat, zeigt sich schon zu Beginn der europäischen Literatur in Homers Ilias und der Odyssee. Wo dort noch die Gottheit schlussendlich friedensstiftend eingreift, sind wir heute selbst dazu aufgerufen, durch unser eigenes Handeln das friedliche Miteinander zu fördern – nicht zuletzt, indem wir das Wesen des Menschen analysieren und zu verstehen suchen.

So erinnert der römische Philosoph Seneca daran, dass dem Frieden zwischen Staaten der Friede im eigenen Seelenleben vorausgehen muss. Der menschlichen Natur eigen sei nicht nur die Friedfertigkeit, sondern auch die Erkenntnis, dass der Mensch zum gegenseitigen Wohlwollen geschaffen ist. Wer Krieg führe, so Seneca, habe sich von seiner eigenen Natur entfernt.

Knapp 1500 Jahre nach Seneca betritt einer der großen Europäer die Bühne: Erasmus von Rotterdam, dessen Name heute noch im Erasmus-Programm nachklingt, das die Zusammenarbeit von Schülern und Studierenden europäischer Länder fördert. Gemeinsames Arbeiten an Bildung ist demzufolge Friedenssicherung.

In einem seiner berühmtesten Werke lässt Erasmus die Friedensgöttin auftreten, die darüber klagt, dass die Menschen ihr kein Gehör schenken. Sie mahnt, dass man selbst an Bäumen und Pflanzen Freundschaft erkennen könne. Die Friedensgöttin zu verjagen und ihre Gaben zu verschmähen, um stattdessen einen Ozean an Übeln auf sich zu laden, sei eines Menschen schlechterdings nicht würdig.

Frieden ist damit etwas, das wir uns Tag für Tag neu erringen müssen. Das Studium lateinischer Schriften ist hierbei eine reichhaltige Quelle, aus der wir schöpfen können.

Andreas Weihe