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Projekt im Distanzunterricht: „Spirituelle Praxis“

Statt Arbeitsaufträge mit Papier und Stift oder am Computer zu bearbeiten, übten sich die Klassen 7abc im Rahmen des Lehrplanthemas „Glaube findet Sprache“ und 10abcd der evangelischen Religionsgruppen im Kontext von mehreren Lehrplanthemen der 10. Klasse (Religion, Religionen, Vergleich christlicher und buddhistischer Spiritualität und Bibel als Grundlage des Glaubens) im Rahmen der wöchentlichen Arbeitsaufträge in spiritueller Praxis üben. Täglich 10-15 Minuten durften sie sich zu einer angeleiteten Übung an einen ungestörten Ort zurückziehen. Zwei Videokonferenzen zu Beginn und in der Mitte des Projektes unterstützen die Jugendlichen bei ihrer Praxis. Außerdem konnten sie auf ihre Erfahrungen aus den zweimal jährlich stattfindenden Time-Out Angeboten mit Marco Kargl aufbauen.

Nach 14 Tagen zogen die Jugendlichen ihr persönliches Fazit.

Spirituelle Übungen

Wir haben uns im Religions-Unterricht mit spirituellen Übungen befasst. Mein erster Gedanke als ich davon erfahren habe, dass wir solche Übungen machen, war, das schaffe ich doch nie, so lange einfach nur dazusitzen und nichts zu tun. So war es auch zu Anfang in der ersten Woche, jedoch hat sich diese Einstellung mit der Zeit und Übung schnell gebessert, bis mir solche täglichen Übungen kein Problem mehr darstellten.

Für meine Spirituellen Übungen setze mich jeden Abend auf den Boden in meinem Zimmer, lasse leise Musik laufen, während ich in den ersten ca. 3 min eine weisheitliche Geschichte lese. Den Rest der Zeit versuche ich still zu sitzen, auf meinen Atem zu achten und einfach runter zu kommen. Dieses auf seinen Atem achten hilft sehr viel, denn wenn man sich nur darauf konzentriert, fängt man an sich zu entspannen und an nichts Anderes zu denken, was mir, wie schon geschrieben, am Anfange echt schwergefallen ist. Während meiner Übungen habe ich jedes Mal eine weisheitliche Geschichte gelesen, manche sogar doppelt, da sie einem Stoff zum Nachdenken geben und oft sehr interessante Themen behandeln.

Es gibt Personen, die sagen: „Beim Meditieren ist man mit allen verbunden.“ Bei mir hat es eher das Gegenteil ausgelöst, ich fühlte mich von allem frei und ungebunden, ohne irgendwelche Verpflichtungen oder Schularbeiten. Einfach ein Moment zum Runterkommen.

Bei einer Meditation bzw. Spirituellen Übung herrscht meistens große Stille. Es gibt Leute, die meinen in dieser Stille Gott gespürt zu haben. Meiner Meinung nach ist Gott nicht in der Stille, sondern er umgibt uns überall, ob in der Schule, Zuhause oder irgendwo unterwegs. Er ist immer da, dass Problem ist nur, dass wir im normalen Alltag nicht immer darüber nachdenken, dass er überall allgegenwärtig ist. In der Stille hingegen, wo wir uns auf nichts konzentrieren, wird uns Gott bewusst.

In der Zweiten Woche sollten wir unsere Übung mit dem Vaterunser beenden. Mir persönlich, das ist aber auch nur meine Meinung, hat das Vaterunser nicht so viel genutzt, mir war die Stille auch als Abschluss lieber. Das Vaterunser hat mich eher wieder dazu angeregt, etwas zu tun und nicht runter zu kommen und zu entspannen.

Mein Persönliches Fazit zu dem Thema ist, dass es eine sehr gelungene Ergänzung zum Alltag ist, die einem am Abend hilft, sich zu entspannen und die stressige Schule zu vergessen. Ich werde diese Übungen zumindest während der Lockdown Zeit weiterführen, da sie mir sehr geholfen haben. Wie es danach weitergeht, wird sich zeigen.

M. B., 10b

Was genau ist eigentlich die spirituelle Praxis?

Die spirituelle Praxis oder auch die Meditation sind Rituale, bei denen man sich auf das kontemplative und konzentrierte Betrachten der eigenen Atmung und des eigenen Körpers fokussiert. Viele Menschen, die bereits meditiert haben, meinen, während ihres Rituals hätten sie sich mit allem verbunden gefühlt. Ich fühlte mich auch verbunden, aber nicht mit allem, sondern nur mit einer einzigen Sache: mir selbst. Obwohl man streng genommen die ganze Zeit mit sich selbst und seinem eigenen Körper verbunden ist, bot mir die spirituelle Praxis die Möglichkeit, ganz gezielt nur mich, von den Fußspitzen bis in die Nasenspitze, zu spüren.

Auch die Erfahrung, dass man in der Stille leichter etwas, das nicht zu greifen ist, wahrnimmt, machte ich. Tief in mein Ritual versunken, hatte ich häufig das Gefühl, eine Verbundenheit zu diesem Ungewissen zu spüren. Mir kam der Gedanke, dass sich Gott vielleicht genau so zeigt. In diesem ruhigen Moment konnte ich ihm ganz ohne Zögern meine Gedanken anvertrauen. Als wir in der zweiten Woche des Experiments „Spirituelle Praxis in der Evangelischen Religion“ unsere Meditation mit dem Vaterunser abschließen sollten, freute ich mich sehr über die perfekte Ergänzung zu meinem bisherigen Ritual.

Ich kann eine solche spirituelle Praxis wirklich jedem, der der derzeitigen bedrückenden Situation entfliehen und sich selbst etwas Gutes tun möchte, empfehlen!

A. R., 10D

Unsere spirituelle Reise – trotz Corona

Im Rahmen des evangelischen Religionsunterrichts haben sich die 10. Klassen in den letzten zwei Wochen auf eine spirituelle Reise begeben.

Zu Beginn fiel es uns schwer, uns ganz darauf einzulassen, uns bewusst fallen und atmen zu lassen. Jedoch wurden wir glücklicherweise von Frau Styrsky angeleitet, selbst verschiedene Übungen der spirituellen Praxis zu probieren, um herauszufinden welche sich für uns am besten eignet. Dank Ihrer Anleitung dazu, welche auch weisheitliche Geschichten, Bibeltexte und Psalmen enthielt, konnten wir leicht unsere eigene wohltuende Form der spirituellen Übung entdecken.

Uns persönlich wurden ganz neue Wege der Meditation und Selbstreflexion gewiesen. Dadurch konnten wir uns gerade in diesen stressigen Zeiten bewusst auf uns, unsere Gedanken, Gefühle und Gott einlassen. Wir haben uns am meisten mit den weisheitlichen Geschichten identifizieren können, da man sie auf jede Situation übertragen konnte und sie uns somit indirekt helfen konnten. Egal ob auf dem Bett, auf dem Boden oder in der Natur, jeder hat für sich seinen spirituellen Ort gefunden, sodass wir nun auf eine schöne Zeit mit vielleicht neuen Verbindungen zu bestimmten Orten zurückblicken können. Wir danken Frau Styrsky, dass Sie uns diese Möglichkeit gab, auch mal über den Tellerrand des normalen Unterrichts zu schauen und hoffen, dass sich jedem mal die Möglichkeit bietet, eine spirituelle Praxis auszuprobieren.

L. K. 10c, I. I. 10d

Ich war ganz ruhig und bei mir. (B. S., 7a)

Etwas ungewöhnlich am Anfang aber im Endeffekt auch ganz entspannend (C. F., 7d)

Ich hatte mal etwas Zeit für mich und konnte entspannen. Ich bin richtig schön runtergekommen und konnte einfach mal ein bisschen nachdenken. (E. W., 7a)

Projekt zum Thema „Arbeit und Leistung“

Im Rahmen des Lehrplanthemas „Arbeit und Leistung“ hat sich die evangelische Religionsklasse 9 a, b, c mit den Arbeitsbedingungen bei uns und anderswo beschäftigt.​

Die Information, dass weltweit über 211 Millionen Kinder arbeiten müssen, um ihr Überleben und zum Teil das ihrer Familie zu sichern, hat den Ausschlag gegeben, sich näher mit dem Thema zu befassen. Parallel dazu ergab sich die Frage, was wir dazu beitragen können, dass Konsumgüter, vor allem Textilien, unter fairen und sicheren Arbeitsbedingungen hergestellt werden.

Zu beiden Themen wurden Plakate erstellt, die zum einen auf das Elend der Kinder und Jugendlichen aufmerksam machen. Zum anderen informieren sie, welche Textilfirmen sich bemühen, ihre Waren so herstellen zu lassen, dass die Standards für faire Löhne und Arbeitsbedingungen eingehalten werden.

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