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Mit Erasmus+ in Frankreich

März 2026: Bretagne-Austausch nach Questembert

(19.03. – 27.03.2026)

Am Donnerstag, den 19.03.2026, ging es mit dem Zug früh los: Von Puchheim über Stuttgart, Paris und Vannes nach Questembert im Herzen der Bretagne. Am Bahnhof erwarteten uns dort schon unsere Austauschpartnerinnen und -partner und Madame Le Berre. Schon bei der Ankunft fiel uns die herzliche und offene Art auf, mit der wir empfangen wurden. Anschließend sind wir direkt „nach Hause“ gefahren und haben den ersten Abend mit unseren Gastfamilien verbracht – für viele ein spannender erster Einblick in den französischen Alltag.

Am Freitag sind wir vom Lycée aus nach Nantes gefahren. Dort wurden wir durch die schöne Stadt geführt und haben viel Neues gelernt. Nach der Mittagspause sind wir noch zu den Machines de l’Île gelaufen, wo wir beeindruckende, technische Kunstwerke bestaunt haben. Besonders schön war am Abend die gemeinsame Zeit am Lycée: Es gab hausgemachte Galettes & Crêpes, und wir haben unter Anleitung einer unserer Austauschpartnerinnen den traditionellen bretonischen Tanz ausprobiert. Dabei wurde deutlich, wie wichtig Gemeinschaft und Tradition hier sind.

Am Wochenende haben wir zusammen mit den Gastfamilien die Umgebung erkunden dürfen. Viele haben einen Strandausflug gemacht, Städte und Sehenswürdigkeiten besichtigt und die Landschaft genossen. Oft haben wir uns auch in größeren Gruppen zusammengeschlossen und gemeinsame Aktivitäten wie Bowling oder Kartfahren unternommen. Dabei konnten wir die Austauschpartnerinnen und -partner auch außerhalb der Schule besser kennenlernen.

Am Montag waren wir morgens teils im Unterricht und teils im CDI. Hier fiel uns besonders auf, wie lang die Schultage in Frankreich sind. Trotzdem waren unsere Austauschpartnerinnen und -partner auch am Abend noch motiviert und aktiv, gingen ihren Hobbys nach und trafen sich mit Freundinnen und Freunden – etwas, das uns durchaus überrascht hat. Danach sind wir nach Port Louis gefahren und haben dort die Citadelle besichtigt sowie einiges über die französische Wasserwacht gelernt. Da wir anschließend noch Zeit hatten, haben wir auch noch einen kleinen Abstecher nach Auray gemacht. Das ist eine kleine, schön gelegene Stadt, die nicht nur optisch, sondern auch kulinarisch dem Charme der Bretagne entspricht.

Bevor wir nach Quiberon gefahren sind, um unser Können beim Strandsegeln, dem Char à voile, zu testen, haben wir in der Schule gemeinsam mit unseren Austauschpartnerinnen und -partnern an einem Podcast im Rahmen des ERASMUS+ Projekts zum Thema „Leben am Meer – Umwelt zwischen Tourismus, Klimawandel und Tradition“ gearbeitet, wobei wir auf viele spannende Unterschiede im Vergleich zu München und Umgebung gestoßen sind. Das war sehr lustig und hat uns allen viel Spaß gemacht. Am Nachmittag durften wir noch einiges über die Geschichte der Steinreihen von Ménec in Carnac erfahren.

Gerade beim Char à voile wurden neue Talente entdeckt und wir hatten alle viel zu lachen.

Den Mittwochvormittag haben wir im Sport- und Englischunterricht verbracht, um ein wenig das französische Schulsystem kennenzulernen. Dabei fiel uns auch auf, dass viele französische Schülerinnen und Schüler eher unsicher im Umgang mit Fremdsprachen sind. Für uns war das gleichzeitig eine gute Gelegenheit, unser eigenes Französisch im Alltag anzuwenden und zu verbessern. Der Nachmittag stand zur freien Verfügung, da unsere Austauschpartnerinnen und -partner – wie jeden Mittwoch – keinen Unterricht hatten.

Am letzten Tag waren wir noch in Locmariaquer und durften dort beim Landart-Workshop auf besondere Art und Weise die bretonische Natur erkunden und unserer Kreativität freien Lauf lassen. Dabei haben wir gelernt, Steine auf ihrer spitzen Seite zu balancieren sowie Kunstwerke aus Materialien, die wir zuvor gesammelt hatten, in die Natur zu integrieren.

Ein besonders prägender Eindruck waren auch die Essgewohnheiten: In Frankreich wird oft später zu Abend gegessen als in Deutschland, und es gibt meist mehrere feste Mahlzeiten am Tag, darunter auch den „Goûter“ am Nachmittag. Diese Struktur hat unseren Alltag während des Austauschs stark geprägt und war für viele von uns zunächst ungewohnt.

Besonders schön waren das fast durchgängig gute Wetter, welches eigentlich eher untypisch für die Bretagne ist, sowie die große Gastfreundschaft der Familien, bei denen wir uns schnell willkommen fühlten.

Leider ging es am Freitagmorgen auch schon wieder nach Hause und wir mussten uns von unseren Austauschpartnerinnen und -partnern verabschieden. Nach einem langen Reisetag und einem kurzen Abstecher nach Paris sind wir abends mit vielen neuen Eindrücken, wertvollen Erfahrungen und neuen Freundschaften nach Puchheim zurückgekehrt.

Ein besonderer Dank gilt unseren beiden Lehrerinnen Frau Calabrò und Frau Gommeringer, die sich stets um einen besonders reibungslosen und für uns sehr angenehmen Aufenthalt bemüht haben.

März 2025: Bretagne-Austausch nach Questembert

(27.03. – 04.04.2025)

« On y va les filles », diesen Satz haben wir während unserer Woche in Frankreich oft gehört. Wir, das sind 17 neugierige Schülerinnen, die an einem Austausch mit Questembert, einem Ort in der Bretagne mit circa 8000 Einwohnern, teilnahmen. Die Vorfreude auf ein Wiedersehen war seit dem Aufenthalt der französischen Gäste im Dezember stetig gestiegen. Auf uns wartete ein aufregendes und abwechslungsreiches Programm.

Unsere Reise begann am Bahnhof Puchheim um 5:40 Uhr, zu einer Zeit, wo wir normalerweise noch tief und fest schlafen. Nach einem kurzen Aufenthalt in Paris und dem ersten Blick auf die Stadt der Liebe, ging es für uns mit dem Zug nach Vannes und weiter mit dem Bus nach Questembert. Dort wurden wir voller Freude von unseren Franzosen empfangen.

Unsere Tage begannen immer am Lycée Marcellin Berthelot. Wir nahmen zweimal am Unterricht der Franzosen teil und stellten fest, dass der Schulalltag ein ganz anderer ist. Eine Schulstunde dauert in Frankreich 55 Minuten und der Schultag endet erst gegen 17:00 Uhr. Das Erasmus+-Programm wurde ebenfalls in den frühen Morgenstunden absolviert. Dieses Projekt bestand aus einem Podcast, welcher in Zusammenarbeit mit den Franzosen erstellt wurde. Dabei verglichen wir die deutsche und die französische Gesellschaft miteinander.

Natürlich standen Städtebesichtigungen auch auf unserer To-Do-Liste. Zuallererst ging es für uns nach Nantes, die ehemalige Hauptstadt der Bretagne. Unsere deutsche Stadtführerin erzählte uns auf interessante Weise die historischen Hintergründe der Stadt und des « Châteaus des ducs de Bretagne ». Außerdem zeigte sie uns die Altstadt. Ein Highlight hierbei war die « Passage Pommeraye », eine Einkaufspassage aus dem 19. Jahrhundert, die sich gut für jeden Liebesfilm eignet. Nach der Mittagspause besuchten wir die « Machines de l’île ». Diese Maschinen imitieren Tiere mithilfe von Mechanik und Hydraulik. Unser Besuch in Nantes endete mit einer Karussellfahrt im zunehmend stärker werdenden Regen.

Im Gegensatz zu Nantes entdeckten wir Vannes auf eigene Faust. Die schöne Altstadt besteht aus vielen Fachwerkhäusern, Gärten und Märkten, die einen schönen französischen Flair vermitteln. Um selbstständig etwas von der Stadt zu lernen und zu erkunden, machten wir eine Schnitzeljagd. Unsere Jagd nach Fotos und Informationen stand dem Stöbern in Boutiquen in nichts nach.

Ein « jeu de piste » durfte auch auf der « Île aux moines » bearbeitet werden. In guter Erinnerung bleiben uns dabei die wunderschöne Landschaft, die netten Einwohner und der dauerhaft wehende Wind. Unser Besuch auf der Insel wurde abgerundet mit einem Besuch einer Austernfarm. Wusstet ihr, dass Austern 3 Jahre wachsen müssen, bis ihr sie auf eurem Teller verzehren könnt?

Ein Highlight der Woche war das « char à voile », auf Deutsch Strandsegeln. Dabei fuhren wir mit einer Art Gokart über den Strand und wurden von unseren Segeln angetrieben, was eine geschickte Handhabung erfordert, um schnell voranzukommen.

Auch am Wochenende stand bei den meisten Gastfamilien ein Besuch am naheliegenden Strand auf dem Plan. Hierbei wurden viele Muscheln gesammelt, und manche von uns trauten sich sogar mit den Füßen ins kalte Meerwasser. Unsere französischen Austauschschüler gaben sich ebenfalls große Mühe, um für uns einen ereignisreichen Aufenthalt zu gestalten. Sie organisierten ein gemeinsames Abendessen am Wochenende mit einem Großteil der Austauschpaare.

Doch unsere Reise endete nicht in Questembert, sondern mit einer Übernachtung in Paris. Wir eilten von einer Stadtrundfahrt mit Bus und Boot zum Mittagessen und weiter zum Eiffelturm. Denn selbstverständlich darf ein Bild mit der eisernen Lady in unserer Fotogalerie nicht fehlen. Ebenso wie der Sonnenuntergang am « Arc de Triomphe ». Damit der kulturelle Teil nicht zu kurz kommt, bereicherte uns der französische Künstler Auguste Rodin mit seinen Skulpturen im « Musée Rodin ». Um uns vor der langen Zugfahrt noch die Beine zu vertreten, sahen wir uns den « Place de la Concorde » und den « Louvre » von außen an.

Leider verging unsere Woche in Frankreich viel zu schnell, und doch fuhren wir alle glücklich und mit vielen neuen Erinnerungen und Erfahrungen wieder nach Hause. Wir bedanken uns bei Erasmus+, die uns so einen kostengünstigen und unvergesslichen Schüleraustausch ermöglichten. Ein großes Dankeschön gilt auch unseren begleitenden Lehrkräften Frau Calabrò und Frau Gommeringer, sowie der französischen Lehrkraft Madame Le Berre, ohne deren Unterstützung ein solcher Austausch nicht möglich gewesen wäre.

Amelie Endres (11a), Mareike Stubenrauch (11a)

Podcast zum Thema Nachhaltigkeit unserer Schülerinnen in französischer Sprache

Podcast zum Thema Nachhaltigkeit der französischen Austauschpartner in deutscher Sprache

März 2024: Marseille-Austausch

(14.03. – 22.03.2024)

Am Vieux Port

Als 19 gespannte Schülerinnen und Schüler am Donnerstagabend nach einem reibungslosen Flug am Aeroport von Marseille ankamen, ging es mit einem Shuttlebus zum Bahnhof Saint-Charles, wo das erste persönliche Kennenlernen zwischen Franzosen und Deutschen stattfand. Nach dem ersten Abend in den jeweiligen Gastfamilien haben wir am Freitagmorgen einen Rundgang über das Schulgelände gemacht. Das Lycée Régional Jean Perrin ist verglichen mit unserer Schule sehr groß und umfasst viele Nebengebäude und ein großes Sportangebot. Zunächst arbeiteten wir an einem Projekt von ERASMUS+, welches einen Podcast über die Umwelt und Kultur von Marseille sowie die Bedeutung der Stadt für den europäischen Kontext beinhaltete. Das ERASMUS+ Programm ermöglichte uns einen kostengünstigen Austausch, mit einem vielfältigen und spannenden Programm. Dieser Podcast stärkte den Dialog zwischen den Deutschen und den Franzosen, da die französischen Schülerinnen und Schüler ihre persönlichen Erfahrungen in Form von Interviews mit uns teilten. Die Fertigstellung und die Präsentation unserer Ergebnisse erfolgte eine Woche später, am Tag unseres Rückfluges. Zu unseren Ausflügen zählten die Besichtigung der Notre Dame de la Garde mit einem atemberaubenden Blick über die Großstadt Marseille oder des Vieux Port, welcher vor kultureller Vielfalt und Lebhaftigkeit strotzt.

Am Vieux Port angrenzend liegt die berühmte Seifenfabrik La Licorne, in der wir unsere eigene Seife personalisieren konnten und eine spannende Führung bekamen. Eine andere Spezialität der Provence ist das Süßgebäck Calisson, das in kleinen Fabriken manuell hergestellt wird. Ein sehr bekannter Calisson-Betrieb befindet sich in Aix-en-Provence, wo wir auch eine Kunstausstellung im Hôtel de Caumont besuchten. Aufgrund dessen, dass Marseille 2013 zur Kulturstadt Europas ernannt wurde, konnte der Bau des MuCEM (Museum der Zivilisation Europas und des Mittelmeers) finanziert werden, das heute eine sehr frequentierte Touristenattraktion ist. Dort erhielten wir einen Rundgang durch die Ausstellung „Le grand Mezzé“, die uns über die mediterrane Küche informierte.

Direkt neben dem MuCEM wurden wir via eines Audio-Guides durch den realistischen Nachbau der Grotte von Cosquer geführt. Von enormer Bedeutung für die Stadt ist des Weiteren das älteste Viertel von Marseille, „Le Panier“, welches vor 2.600 Jahren von den Griechen gegründet wurde. Dieses ist geprägt von zahlreichen Graffiti und Straßenmalereien, sowie durch die Kathedrale La Major. Die einzigartige Natur von Marseille konnten wir exemplarisch auf den Îles du Frioul bewundern, wo wir einen großartigen Blick über das Mittelmeer hatten. Bei einem der wohl imposantesten Ausflüge besuchten wir gemeinsam mit den französischen Austauschpartnern die Calanques. Wir wanderten zu einer Bucht, an der wir unsere Mittagspause mit dem schönsten Ausblick verbrachten. Neben dem alltäglichen Programm bemühten sich die Franzosen stets, weitere Aktivitäten mit uns zu organisieren, sei es Bowling- und Lasertag oder ein gemeinsames Picknick am Strand am letzten Abend. Dieser unvergessliche Austausch wäre nicht möglich gewesen ohne das Engagement unserer Lehrerinnen Frau Calabrò und Frau Gommeringer sowie die freundliche Aufnahme durch unsere französischen Gastfamilien.

Amelie Endres (10a), Lisa-Marie Müller(10a), Lisa Wellmann(10a)

Ausflug in die Calanques